Tipps aus Omis Zeiten

Rezepte für Weihnachtsgebäck

Die Weihnachtsbäckerei ist die schönste des ganzen Jahres, wenn die ganze Wohnung nach Zimt, Anis, Kardamom, Nelken und Lebkuchengewürz duftet. In gut verschließbaren Dosen hält sich Weihnachtsgebäck wochenlang frisch, weswegen man ruhig schon vor dem 1. Advent mit dem Backen anfangen kann. Ein kleiner Trick ist auch eine Scheibe Schwarzbrot mit hinein zu legen, so trocknet das Backwerk auch nicht aus.

Aachener Printen

Zubereitung:

Der Teig von Aachener Printen sollte mindestens 2 Tage zugedeckt bei Zimmertemperatur ruhen, damit sich das Aroma der Gewürze voll entfalten kann. Nach dem Backen Aachener Printen mindestens eine Woche in der Dose ruhen lassen. Da Aachener Printen sehr hart werden, sollte man ein Stück Apfel mit in die Dose legen, damit die Printen etwas weicher werden. Richtig sind sie, wenn sie außen fest und im Kern leicht weich sind. Möglichst dunklen Honig in einen Topf geben. Zucker zufügen und unter Rühren leicht erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat. Topf vom Herd nehmen. Mehl in eine Schüssel geben und mit einer Prise Salz, Zimt, Anis, Nelkenpulver und frisch geriebenem Muskat würzen. Orangeat sehr fein hacken und unter das Mehl mischen.

Honig zufügen und den Teig so lange kneten, bis sich alle Zutaten gut vermischt haben. Der Teig wird sehr fest. Teig in eine Plastikdose geben und mit einem Deckel gut verschließen. Ofen auf 200° vorheizen. Pottasche mit kaltem Wasser so lange verrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Teig wieder in eine Rührschüssel füllen, aufgelöste Pottasche zufügen und den Teig so lange kräftig kneten, bis er weicher und geschmeidiger wird. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche fingerdick zu einem Quadrat von ca. 30 x 30 cm ausrollen. Krümelkandis über den Teig streuen und noch einmal mit der Teigrolle leicht darüber rollen. Rechtecke von ca. 4 x 12 cm ausschneiden und Aachener Printen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Im vorgeheizten Ofen bei 200° ca. 12 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Aachener Printen aus dem Ofen nehmen. Wer möchte, daß die Aachener Printen schön glänzen, bepinselt sie noch heiß mit Zuckersirup.

Weihnachtsstollen

Zubereitung:

Für den Weihnachtsstollen sollten alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Sultaninen in Rum einweichen. Mehl in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken. Hefe in die Mulde geben. Mit dem größten Teil der warmen Milch einen Vorteig rühren. 15 Min. gehen lassen. 125 g Butter mit Zucker, Salz, Eigelb und Ei schaumig rühren. Mandeln, Orangeat und Zitronenschale zufügen. Sultaninen mit Rum zufügen. Teig gut durchkneten und an einem warmen Ort zugedeckt 2 Std. gehen lassen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 3 cm hohem Rechteck mit wulstigen Längsenden ausrollen. Der Länge nach Übereinander klappen und durch Eindrücken mit beiden Händen in Längsrichtung zu einem Stollen formen. Den Stollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.

1 Std. gehen lassen. Mit 30 g flüssiger Butter bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 175°, mittlere Schiene ca. 60 Min. backen. Nach 45 Min. evtl. abdecken. Nach dem Backen den Stollen noch einmal mit 30 g flüssiger Butter bestreichen und dick mit Puderzucker bestreuen. Auf einem Rost abkühlen lassen.

Pfeffernüsse

Zubereitung

Pfeffernüsse entfalten ihr volles Aroma erst nach 2-3 Tagen und werden nach dem Backen in der Keksdose wieder etwas weicher. Pfeffernüsse vorsichtig mit weißem Pfeffer würzen, da die Würzkraft nach Tagen noch zunimmt. Honig und Zucker in einen kleinen Kochtopf oder in eine Stielkasserolle geben und auf mittlerer Temperatur unter Rühren mit dem Kochlöffel langsam erwärmen, bis der Honig flüssig wird und sich mit dem Zucker verbindet. Den Kochtopf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Einen leicht gehäuften Teelöffel Lebkuchengewürz und eine Messerspitze weißen Pfeffer in den Honig rühren. Hirschhornsalz in einen kleine Schüssel geben und mit lauwarmen Wasser (Rosenwasser) verrühren, bis sich das Hirschhornsalz aufgelöst hat. Das angerührte Hirschhornsalz in den Honig rühren, der dadurch leicht aufschäumt. Die Pfeffernüsse werden durch das Hirschhornsalz beim Backen besonders locker, gehen aber nicht so stark in der Höhe auf, wie es bei Backpulver der Fall wäre. Außerdem verleiht das Hirschhornsalz Pfeffernüssen das typische Aroma. Mehl mit einem Rührlöffel in den Honig rühren und ein mittleres Ei darunter mischen, bis ein leicht klebriger Teig entsteht. Nicht zu viel Mehl verwenden, damit die Pfeffernüsse nicht trocken werden. Der Teig sollte sich beim Rollen der Kugeln leicht klebrig anfühlen. Den Backofen auf 190° vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig ca. 50 kleine Kugeln von ungefähr 2 cm Durchmesser formen und mit etwas Abstand auf die Bleche legen. Die Backbleche nacheinander im vorgeheizten Ofen bei 190° auf der mittleren Schiene backen. Das erste Blech benötigt ca. 10-12 Minuten, das zweite Blech ca. 10 Minuten. Pfeffernüsse sollten hell gebacken werden, damit sie nicht zu trocken werden. Die Bleche mit aus dem Ofen nehmen und auf einem Untersetzer leicht abkühlen lassen. Puderzucker in eine Schüssel geben und mit frisch gepresstem Zitronensaft glatt rühren. Pfeffernüsse noch warm mit dem Zuckerguss bestreichen. Den Zuckerguss vollkommen trocknen lassen, bevor man die Pfeffernüsse in eine Keksdose legt und gut verschließt.

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