Tipps aus Omis Zeiten

Ziersträucher schneiden

Ziersträucher sollten nach der Blüte geschnitten werden, außer wenn sie Fruchtschmuck tragen. Dann gilt: Gehölze, die im Sommer und Herbst blühen, werden im Spätwinter (März, April) geschnitten; Frühjahrs- und Sommer blüher jeweils nach der Blüte! Rosen und Buchs erst Ende April, Anfang Mai. Bei Koniferen und Nadelgehölzen ist der Schnitt nicht nötig, wenn doch, dann ist der Spätwinter, bei Hecken der August die richtige Zeit.

Aber zunächst einmal: Wie wird geschnitten? Asttriebe werden über einer nach außen stehenden Knospe gekappt, Äste und Zweige immer so nah wie möglich am Stamm oder Hauptast entfernt. Keine Zapfen stehen lassen, sie werden leicht von Pilzen befallen oder treiben später vermehrt mit neuen Wassertrieben aus. Bei Sträuchern wird altes Holz an der Basis herausgeschnitten. Um großen, schweren Ästen beim Sägen das Gewicht zu nehmen, zunächst von unten in 20 cm Abstand einen Schnitt bis zur Mitte setzen, dann 10 cm näher zum Stamm den Ast durchsägen. So kann die Rinde nicht unkontrolliert zum Stamm einreißen.

Bei Frühlingsblühern wie der Forsythie werden Triebe, die älter als vier Jahre stehen, an der Strauchbasis herausgenommen. Ausnahme: Forsythien in der Hecke oder in Kugelform; bei ihnen kappt man die Spitzen im August.

Sommerblüher entwickeln ihre Blüten an jungem Holz. Deshalb werden sie nach der Blüte oder im zeitigen Frühjahr geschnitten. Wurde das versäumt, werden verfilzte Sträucher im Spätwinter über der Basis oder kräftigen Neutrieben gelichtet.

Hibiskus treibt spät aus, nur erfrorene Zweige kappen. Ein radikaler Rückschnitt wäre tödlich! Azaleen und Rhododendren sollten nicht geschnitten werden. Aber ein Rückschnitt ist unproblematisch, er sollte bis Ende Juli erledigt sein, da sich im August die Blüten des nächsten Jahres bilden. Zaubernuss niemals schneiden.

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