Tipps aus Omis Zeiten

Wussten Sie eigentlich,...

...dass viele Zierpflanzen mit unserer Kartoffel verwandt sind? Weiter
...dass man Saatgut nicht in gedüngter Blumenerde aussäen sollte? Weiter
...dass Beerlauch einige giftige Doppelgänger hat? Weiter
...welche Gemüsearten zusammen angebaut werden können? Weiter
...dass Kartoffeln giftig sind? Weiter
...dass man Rosen essen kann?
...dass einige Pflanzen wie z.B. Lupinen ein hervorragender Gründünger sind? Weiter
...dass Hortensien ihre Farbe nach dem Boden richten? Weiter
...dass man mit Schachtelhalm Mehltau bekämpfen kann? Weiter
...dass man mit Knoblauchsud Wühlmäuse vertreiben kann? Weiter
...dass sich viele Laubarten -wegen ihrer Gerbsäurehaltigkeit- nur schlecht kompostieren lassen? Weiter
...dass das Mullchen mit Rindenmulch den Boden auszerrt? Weiter
...dass man aus Brenneseln einen hervorragenden Dünger herstellen kann? Weiter

Verwandte der Kartoffel

Die Kartoffel (Solanum tuberosum) gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), der etwa 90 Gattungen mit ca. 2300 Arten angehören. In diese Familie gehören auch einige Zierpflanzen, wie die Engelstrompete (Brugmansia spec.), Enzianstrauch (Solanum rantonnetii), Eierbaum (Solanum melongena), Judenkirsche (Physalis alkekengi), Petunie (Petunia x hybrida) aber auch Nutzpflanzen wie die Tomate (Lycopersicum esculentum), Paprika (Capsicum spec.), Aubergine (Solanum melongena), und die Andenbeere (Physalis edulis). Die Gruppe der Zierpflanzen z.B. der Enzianstrauch ist teilweise sehr giftig

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Aussaat nur in Anzuchterde

Häufig wird bei der Aussaat von Blumen-, Kräuter-, und Gemüsesamen herkömmliche Blumenerde benutzt, die in einigen Fällen Schäden an den Jungpflanzen verursacht. Blumenerde aus dem Handel ist in der Regel schon gedüngt und meist viel zu grob. Der darin enthaltene Dünger verbrennt die jungen Keimlinge und grobe Torfstücke behindern die Jungpflanzen bei der Bewurzelung. Speziell für die Aussaat und auch Stecklingsvermehrung gibt es Aussaat- oder Anzuchterde, die gering gedüngt wird und zur Lockerung mit Sand oder Granulat versetzt ist. Aussaaterde ist in der Regel frei von Unkräutern und schädlichen Keimen. Wenn man die Keimtemperatur beachtet und die Erde schön feucht hält, dann gelingt auch die schwierigste Keimung.

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Bärlauch und seine giftigen Doppelgänger

Der Bärlauch liegt voll im Trend. Er ist nicht nur eine gute Schattenpflanze, die bevorzugt unter Bäumen, dichte weißblühende Teppiche bildet, er wird auch als Gemüse gern gegessen. Sein Geschmack ähnelt einer Mischung aus Knob- und Schnittlauch, nur dass man später keine "Knoblauchfahne" zu befürchten haben muß. Bärlauch, auch wilder Knoblauch genannt, hat jedoch einige Doppelgänger, die sehr giftig sind. Besonders seine grünen Blätter sehen Maiglöckchen und Herbstzeilosen zum Verwechseln ähnlich. Diese Ähnlichkeit hat schon zu Vergiftungen und sogar Todesfällen geführt. Bei der Herbstzeitlosenvergiftung kommt es nach einiger Zeit zum Zusammenbruch des Kreislaufes und zu Nierenversagen. Besonders die Blüten und der Duft der drei Pflanzen lassen den Unterschied erkennen. Bärlauch hat weiße, sternförmige Blüten, jedoch keine Glöckchen wie das Maiglöckchen und sein Laub riecht nach Knob- oder Schnittlauch das Laub des Maiglöckchens nicht. Wer trotzdem nicht auf den schmackhaften Bärlauch verzichten möchte, sollte den Bärlauch nicht zusammen mit seinen giftigen Doppelgängern pflanzen. Es ist auch ratsam, die geernteten Blätter des Bärlauchs vor dem Verzehr einem Geruchstest zu unterziehen. Die elliptisch, gestielten Blätter anritzen oder reiben nur Bärlauch entfaltet dann den charakteristischen Knoblauchgeruch.

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Gemüse-Mischkultur

Bei einer Mischkultur werden verschiedene Gemüsearten wie Zwiebeln und Möhren nebeneinander angebaut. In alten Bauerngärten finden wir diese Kombinationen schon seit langem. So werden Zwiebeln neben Möhren angepflanzt, weil sie sich gegenseitig vor Zwiebel- und Möhrenfliegen schützen. Einige Gemüsearten sind Tiefwurzleer und vertragen sich somit am besten mit Flachwurzlern. Die Wurzelausscheidungen der Tagetes vertreibt und tötet sogar gefährliche Nematoden, die im Zier- und Gemüsebeet eine Gefahr darstellen. Schon vor dem Gemüseanbau können Tagetees, Calendula und Senf angepflanzt werden, damit sie den Boden desinfizieren. Im Herbst werden sie untergegraben und haben dadurch noch eine düngende Wirkung. Durch diese Vorbereitung ist das Beet für den Anbau von Gemüse und Zierpflanzen gerüstet.

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Giftige Kartoffel

Ich wusste das früher auch nicht, aber rohe Kartoffeln enthalten giftiges Solanin, das erst mit dem Kochen gelöst wird.

In einer normalen rohen Kartoffel ist allerdings wenig Sohlahnin enthalten, und erst der Verzehr von ca. 500 g ist bedenklich.

Allerdings können STELLENWEISE (Keime, Schalen, grüne Stellen) so hohe Konzentrationen vorkommen, dass schon eine rohe Kartoffel Dich ernsthaft gefährden kann. Magenbeschwerden, Darmentzündungen, Gliederschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, Nierenreizungen, bzw. Entzündungen, Durchfall, und in schlimmen Fällen eine Auflösung der roten Blutkörperchen, Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervenssystems (Krämpfe, Lähmungen)können die Folgen sein.

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Lupinen als Dünger

Lupinen gehören zu den sogenannten "Leguminosen". Das sind Pflanzen, die mit Hilfe von Knöllchenbakterien den Stickstoff aus der Luft binden können. Dazu gehören auch Wicken, Weiß- und Rotklee sowie Erbsen. Der gebundene Stickstoff wird in kleinen Kugeln aufbewahrt, die Lupinen an ihren Wurzeln bilden. Darin leben Knöllchenbakterien, die sich von den Stoffwechselprodukten der Lupine ernähren. Im Gegenzug bekommt die Lupine den aus der Luft gebundenen Stickstoff. Einjährige Süßlupinen werden, wie auch andere Leguminosen, im Herbst untergegraben. Dadurch verrotten sie in der Erde und geben wertvollen Stickstoff ab.

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Hortensien färben

Hortensien blühen in den Farben rosa-rot, blau, violett und weiß. Ihre Farbe liegt ihnen nicht in den Genen, sondern in den Stoffen des Bodens. Enthält der Boden wenig Aluminiumsulfat oder Ammoniakalaun, dann bleiben die Blüten meist weiß. Je nachdem wie hoch die Konzentration dieser Stoffe im Boden sind, desto farbiger wird die Blüte. Ammoniakalaun färbt rosafarbene Hortensien blau. In leicht alkalischen (kalkhaltigen) Böden blühen sie rosa. Grundsätzlich mögen sie sauren Boden, mit einem pH-Wert von 1-6. Möchte man die Farbe einer Hortensie ändern, sollte man im Fachhandel einen entsprechenden Dünger kaufen oder während der Blütenbildung mit Aluminiumsulfat aus der Apotheke gießen. Es gibt aber auch Hortensien-Arten, die sich nicht einfärben lassen.

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Mehltau mit Schachtelhalm bekämpfen!

Mehltau kann man mit einem Sud aus Schachtelhalm bekämpfen.

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Wühlmäuse mit Knoblauch bekämpfen!

Sollten Ihre Blumenzwiebeln von Wühlmäusen gefressen oder Ihre Beete mit Gängen durchgraben werden, dann können Sie mit einem Sud aus Knoblauch die Plagegeister loswerden. Ein gutes Hausmittel ist das Besprühen der Beete mit Knoblauch oder Zwiebelbrühe. Auch das Zusammenpflanzen mit Knoblauch kann Abhilfe schaffen.

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Schlecht kompostierbares Laub!

Das Laub einiger Baumarten wie Eichen, Kastanien, Buchen, Platanen, Pappeln und Walnussbäumen kann wegen seiner Gerbsäurehaltigkeit nur schwer kompostiert werden. Die Verrottung dieser Blätter dauert länger als bei anderen Arten wie Ahorn, Birke, Obstbäumen und Esche. Die enthaltene Gerbsäure hemmt außerdem das Wachstum von Pflanzen. Daher sollte man das Laub mit kalkhaltigem Gesteinsmehl kompostieren, Gesteinsmehl neutralisiert die Gerbsäure und sorgt für eine schnellere Verrottung.

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Mulchen zehrt den Boden aus!

Durch das Mulchen von Beeten mit Rindenmulch wird der Boden feucht gehalten und ungewünschtes Unkraut eingedämmt. Beim Verrotten der Mulchdecke wird jedoch viel lebenswichtiger Stickstoff verbraucht. Somit zehrt der Boden aus und bietet den Pflanzen nicht mehr genug Nährstoffe. Das Zuführen von stickstoffhaltigen Düngern bewirkt, dass die Mulchschicht schneller verrottet. Darum sollte der Boden vor dem Mulchen mit Hornspäne gedüngt werden, da sie nur langsam Stickstoff abgibt.

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Brennesseln als Dünger!

Brennesseln gehören nicht nur zu den Zeigerpflanzen, die uns die Beschaffenheit des Gartenbodens anzeigen, sondern sie eignen sich auch besonders gut für die Herstellung eines ausgezeichneten Düngemittels. Vor der Blüte sollte man sie ernten und entweder kleingehackt unter den Kompost mischen (Samen und Wurzeln entfernen) oder man setzt einen Sud an, der nach der Reife als Flüssig-Dünger dient. Für den Sud benötigen Sie ca 1 kg Brenneselgrün (ohne Blüten/Samenstände und Wurzeln). Die Brenneseln werden klein geschnitten und mit 10 Liter Wasser in einem locker verschließbaren Gefäß (kein Eisengefäß) aufgesetzt, daß möglichst sonnig stehen sollte. Den Sud täglich mehrmals umrühren. Erst wenn sich beim Umrühren kein Schaum mehr bildet (nach ca. 2 bis 6 Wochen) ist die Brennnesseljauche fertig. Einen Nachteil hat die Herstellung der Jauche sie stinkt! Das Problem kann ein wenig gelindert werden, indem man Gesteinsmehl dazu gibt, das den Geruch bindet. Die fertige Jauche wird gesiebt und entweder pur zum Anreichern von Kompost benutzt (was auch den Verrottungsprozess beschleunigt) oder im Verhältnis 1:10 (1 L Jauche mit 10 L) mit Wasser gemischt und dann mit einer Gieskanne in die Beete gegeben wird. Für einen Jauchesud eigenen sich auch Kohl und Holunderlaub.

Übrigens lassen sich frische Brennnesseln auch als Gemüse für Suppen verwenden.

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